| Sammlung Winterthur in Rovereto |
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Monet, Pissarro, Rodin, Bonnard, Sisley, van Gogh, Cézanne, Picasso, Kandinsky, Klee, Magritte, Brancusi, Mondrian, Gerhard Richter und viele andere Künstler stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Meisterwerke der Moderne. Werke aus der Sammlung des Kunstmuseums Winterthur“, die das Museum Mart (Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto) im norditalienischen Städtchen Rovereto noch bis zum 10. Januar 2010 zeigt. Insgesamt sind 240 Meisterwerke der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts aus den Sammlungen des Schweizer Museums ausgestellt. Sie führen chronologisch und thematisch durch die Stilepochen Impressionismus, Kubismus, Surrealismus und abstrakte Malerei sowie einem Ausblick auf die internationale Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Sammlung des Kunstmuseums Winterthur nahm mit ausgesuchten Akquisitionen seitens der Gesellschaft für Schöne Künste der Schweizer Stadt zu Ende des 19. Jahrhunderts ihren Anfang, die später durch großzügige Schenkungen erweitert wurde. Ihr Schwerpunkt lag von Anfang an bei den Meisterwerken des Impressionismus sowie des Postimpressionismus.
In Rovereto beginnt die Ausstellung mit einem der französischen Malerei zur Frühzeit der Moderne gewidmeten Bereich. Hier sind stimmungsvolle Landschaften von Corot und Boudin zu sehen, die den Vorstößen der Impressionisten vorgreifen, die hier durch eine besonders wertvolle Bildergruppe vertreten sind, zu der unter anderem eine Reihe von plein-air-Landschaften von Monet wie „Ebbe bei Varengeville“ aus dem Jahr 1882, einige Lichtstudien von Sisley wie „Unter der Brücke von Hampton Court“ und „Die Kirche von Moret in der Morgensonne gehören. Ein Bereich ist der Skulptur und der Entwicklung der bildhauerischen Sprache gewidmet. Ausgehend von Medardo Rosso, der im späten 19. Jahrhundert über das traditionelle Konzept der Skulptur hinausging, um die atmosphärischen und leuchtenden Vibrationen in die Materie aufzunehmen, bis zu den radikalen Form-Experimenten von Pevsner, Duchamp-Villon und Lipchitz und zur extremen Synthese von Brancusi und Giacometti.
Die Zeit der Avantgarde beginnt mit den Künstlern, die durch den Verzicht auf jeden gegenständlichen Bezug die abstrakte Malerei einläuteten, vom mysteriösen Kubismus Delaunays bis hin zum lyrischen Abstraktismus von Kandinsky und Klee. Eine besondere Werkgruppe illustriert die Arbeit der Künstler, die ab Ende des zweiten Weltkriegs ihren Blick über die „fühlbaren Dinge“ hinaus richten, um die verborgene und tiefe Seite der Realität zu erforschen, bis hin zur Dimension des Traums und des Unbewussten. Dabei bereitete Giorgio de Chirico den Weg für die Surrealisten wie Max Ernst, René Magritte und Yves Tanguy. Ein wichtiger Bereich dieser Ausstellung ist dem Kubismus vorbehalten, dessen unterschiedliche Entwicklungen durch eine reichhaltige Gruppe von Werken der Künstler Picasso, Gris und Léger dokumentiert wird. Von letzterem besitzt das Museum Winterthur eine der bedeutdensten Sammlungen Europas. Die Sammlung des Kunstmuseums enthält dank wichtiger Schenkungen auch repräsentative Werke der figurativen künstlerischen Suche der vergangenen Jahren. Dazu zählen Arbeiten von Richard Hamilton, einem bedeutenden Vertreter der Pop-Kultur, Richard Artschwager und Gerhard Richter, die natürlich auch in Italien zu sehen sind. Mehr Informationen im Internet.
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