| Neuer Jugo-Beat |
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Anfang der 80er Jahre, als Deutschland noch zweigeteilt und der Triglav auf jugoslawischem anstatt slowenischem Gebiet ansässig war, hat sich in Jugoslawien ein ganz eigener Musikstil entwickelt. Während in Großbritannien Bands wie die Sex Pistols oder The Clash mit harter und schneller Gitarrenmusik die Punk-Rock-Bewegung mitbegründeten und in Deutschland die Neue Deutsche Welle Nachwuchsbands wie Ideal, Fehlfarben oder Nena nach oben spülte, setzten Bands im Balkangebiet auf mitreißende Ska-Rhythmen und sangen auf kroatisch, serbisch oder bosnisch. Inspiriert von dieser „Jugoslawischen Neuen Welle“, hat die Düsseldorfer Band trovači im Jahre 2004 zwölf Songs aus dieser musikalischen Epoche neu aufgenommen und mit dem Namen „Balkanplatte“ eine regelrechte Hommage erarbeitet. Zunächst nur als Musik für Parties mit Freunden gedacht, ernteten die vier Musiker Danko und Boris Rabrenovic, Aleksandar Glisic und Atila Djember aus dem ehemaligen Jugoslawien auch außerhalb der eigenen Community lauten Beifall und entschieden sich ein ganzes Album zu gestalten. Die „Balkanplatte“ präsentiert eine gelungene Mischung aus Ska, Reggae und Punk, die mit schnellen und gitarrenlastigen Songs dem Tanzbein auf die Sprünge hilft. Nach der WM-Single „Welcome to Deutschland“ 2006 und einem weiteren Album („Kuku Lele") 2007, kommt nun, am 8. Oktober, das neueste Werk der vier Jungs auf den Markt. „Malo Morgen“ (zu deutsch: „nie“) heißt die Platte, die, wie das Debutalbum, einen eigenen Stil zwischen Pop, Rock, Ska und Balkanbeat bereithält. Und wie ebenfalls schon vor sechs Jahren, erfuhr die Band auch dieses Mal Unterstützung von außerhalb: Hubert Kah, der eine moderne Ska-Punk-Version seines Hits „Sternenhimmel“ singt, Dr. Ring Ding, der den Songs den jamaikanischen Off-Beat-Sound verleiht und Las Balkanieras, ein Frauen-Power-Trio, das den Balkan-Sound poppig und leicht trashig interpretiert. Dazu selbstironische und sympathisch-schlitzohrige Texte auf serbisch und deutsch – die Düsseldorfer Combo wirft somit einen einzigartigen, „balkanisierten“ Blick auf den deutschen Alltag, auf Gastarbeiterklischees und Herzschmerz-Themen. Dieses Rezept sorgt in den letzten Jahren immer wieder für ausverkaufte Konzerte, verschwitze Klamotten und durchgetanzte Latschen. Konzertdaten: Mehr Informationen gibt es im Internet.
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