| Schweres Zugunglück in Südtirol |
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Eine gewaltige Schlammlawine riss am Montagvormittag, kurz nach neun Uhrden Regionalzug 108 der Vinschger Bahn zwischen Kastellbell und Latsch in einer engen Schlucht aus den Schienen. Dabei sollen zwischen sechs und elf Menschen ums Leben gekommen und zwischen 20 und 28 Menschen zum Teil schwer verletzt worden sein. Doch weitere Todesopfer können laut Rettungshelfer leider nicht ausgeschlossen werden.
Erst im Jahre 2005 eröffnet, wurden die Waggons der mitunter modernsten Bahnlinie Südtirols von den schweren herabstürzenden Felsbrocken zum Teil direkt getroffen, berichtet ein Rettungshelfer dem italienischen Fernsehsender Sky TG24. Im unwegsamen Gelände mit vielen Bäumen, welche allerdings ein weiteres Abstürzen der Waggons in das Kiesbett der Etsch verhindert haben sollen, gestalteten sich die Rettungsmaßnahmen jedoch äußerst schwierig. Während die Verletzten in einem mobilen Rettungscamp versorgt wurden, brachten Rettungshubschrauber die Schwerverletzten sofort in die umliegenden Krankenhäuser. Ob darunter auch deutsche Touristen sind, ist nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur noch nicht geklärt. Die Ursache des verheerenden Erdrutsches könnte eine zerborstene Beregnungsanlage gewesen sein, denn in den Tagen und Nächten zuvor gab es in der Region kaum nennenswerten Niederschlag. So wurde der Regionalzug auf der Strecke von Malles nach Meran von dem Unglück völlig unvorhergesehen überrollt.
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