| Kroatien: Zweidrittel-Mehrheit stimmt für EU-Beitritt |
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Bei einem Referendum hat sich eine breite Mehrheit von rund 67 Prozent der Kroaten für einen Beitritt in die Europäische Union ausgesprochen. Am 1. Juli 2013 soll das Land 28. Mitglied der Staatengemeinschaft werden. Das veröffentlichte die staatliche Wahlkommission in Zagreb am Abend nach Auszählung von rund 40 Prozent der Stimmzettel. Das Referendum wird als ein historischer Tag für Kroatien bewertet, darin waren sich die Spitzenpolitiker des Landes einig. „Die EU ist eine Chance für den Fortschritt und die Entwicklung aller kroatischen Talente“, sagte Regierungschef Zoran Milanovic auf einer Pressekonferenz. Auch Präsident Ivo Josipovic äußerte sich nach seiner Stimmabgabe entsprechend positiv: „Das ist ein großer Tag für Kroatien, und 2013 wird ein Wendepunkt in unserer Geschichte. Ich freue mich auf Europa als meine Heimat.“ Die Argumente der EU-Befürworter waren überzeugend. Ohne den Beitritt zur Europäischen Union bliebe das aus dem ehemaligen Jugoslawien hervorgegangene Land an der Adria mit seinen 4,3 Millionen Menschen in die Konflikte der 1990er Jahre mit den anderen früheren jugoslawischen Teilrepubliken verstrickt. Außerdem sei es die einzige Chance, Kroatien auch wirtschaftlich wieder nach vorne zu bringen. Sieben Jahre dauerten die Beitrittsverhandlungen, die immer wieder überschattet waren von kleinlichen Grenzstreitigkeiten zwischen Kroatien und den bereits zur EU gehörenden Nachbarn in Slowenien.
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